Darmspiegelung

 

Koloskopie

Bei einer Darmspiegelung wird der Dickdarm mit Hilfe eines Endoskops untersucht, um die Ursache für Beschwerden im Unterbauch zu identifizieren. Dies können z.B. krankhafte Veränderungen im Darm wie Entzündungen der Darmschleimhaut, Geschwüre oder Blutungsquellen sein. Diese werden durch die Darmspiegelung frühzeitig erkannt und behandelt. 

Indikation

Hinweise auf Erkrankungen des Dickdarms können neben Hämorrhoiden und sichtbarem Blut am Stuhl, auch das versteckte Blut im Stuhl, das mittels Stuhluntersuchungen (sogen. Hämoccult-Test) entdeckt wird, sowie Schleimabgänge, Blähungen, Koliken, Durchfälle, Verstopfung, häufiger Stuhldrang, Wechsel der Stuhlgewohnheiten etc. sein.

 

Mit zunehmendem Lebensalter können sich vermehrt kleine, meist stielartige Auswüchse der Schleimhaut, sogenannte Polypen, bilden. Meist harmlos kann jedoch bei Belassen dieser Polypen sich an deren Spitze ein Dickdarmkrebs entwickeln. Daher werden Polypen bereits während der Darmuntersuchung mit einer kleinen Drahtschlinge schmerzfrei entfernt. Aus diesem Grund erfolgt die Spiegelung des Dickdarmes nun auch als Krebsvorsorge-Untersuchung und wurde seit 2005 in den Vorsorge-Gesundenuntersuchungsplan der Krankenkasse aufgenommen.

 

 

Details zur Untersuchung

 

Vorbereitung

Einen Tag vor der Untersuchung ist ein Abführmittel einzunehmen! Das entsprechende Medikament bzw. das Rezept dazu bekommen sie in unserer Ordination. An diesem Tag sollte bis zur Untersuchung keine feste Nahrung mehr zu sich genommen werden. Körnerhaltige Nahrungsmittel sowie Milchprodukte sollten sie einige Tage vor der Spiegelung meiden.

 

Auf reichlich Flüssigkeitszufuhr ist zu achten. Zeitgerecht vor der Untersuchung müssen blutgerinnungshemmende Medikamente abgesetzt werden, bei Marcoumar oä. wird auf Heparinspritzen umgestellt, Thrombo-Ass oder Kinderaspirin sollte mindestens 5 Tage vor der Endoskopie abgesetzt werden.

 

Sedierung (Schlafspritze)

Vor der Untersuchung wird Ihnen über eine Verweilkanüle ein Medikament zur Beruhigung und Schmerzlinderung gespritzt. Sie schlafen darauf hin ein und erwachen erst ca. eine halbe Stunde nach der Untersuchung. Deshalb dürfen Sie 24 Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen (ohne Begleitung auch nicht als Fußgänger). Die Ordination dürfen Sie erst nach Entfernen der Verweilkanüle und einem Herz-Kreislauf-Check verlassen. Zusätzlich benötigen Sie für den Nachhausweg und für die nächsten 12 Stunden eine dauerhafte Betreuung durch eine Begleitperson.

 

Durchführung

Im Zuge dieser Untersuchung wird ein biegsames optisches Instrument in den After eingebracht und – wenn möglich – bis zum Anfang des Dickdarms bzw. Ende des Dünndarms (Ileum) vorgeschoben. Durch Einblasen von Luft entfaltet sich der Darm, sodass krankhafte Veränderungen erkannt werden können. Eventuell kann eine Gewebeproben mittels Zange notwendig sein. Sollten Polypen (kleine Gebilde) zur Abtragung gelangen, so wird dies mittels einer elektrischen Schlinge durchgeführt, was für Sie nicht spürbar ist.

 

Nach der Untersuchung

Nachdem Sie nach der Untersuchung erwacht sind, können Sie gemeinsam mit Ihrer Begleitperson die Ordination verlassen. Je nach Konstitution sind Sie zwischen einer und zwölf Stunden in Ihrer Handlungsfähigkeit beeinträchtigt.

 

Sie sollten daher an diesem Tage nichts mehr alleine unternehmen oder arbeiten gehen. Die bei der Untersuchung insufflierte Luft wird am Ende der Untersuchung wieder abgesaugt. Manche Patienten verspüren anschließend dennoch ein Druck- oder Völlegefühl im Bauch, dieses ist völlig harmlos und verschwindet schnell wieder.

Ordinationszeiten
Mo, Di, Do, Fr: 8 - 12 Uhr
Do: 16 - 18 Uhr