Venenbeschwerden

Entfernung von Krampfadern 
 

Meist nur als kosmetisch störend erscheinen Krampfadern und Besenreiser als blaulich-rötliche Verfärbungen an den Beinen. Schmerzhaftigkeit stellt sich in der Regel erst dann ein, wenn die Venenklappen (siehe oben) teilweise bzw. zur Gänze nicht mehr exakt schließen und daher das sogenannte „Pendelblut“ entsteht.

 

Das Krampfadernleiden (Varikositas), von dem meist ohne es zu wissen jeder zweite in Österreich betroffen ist, ist daher in vielen Fällen nicht nur ein optisches Problem sondern verursachet unbehandelt Stauungsbeschwerden, Müdigkeit in den Beinen, Wadenkrämpfe, Hautveränderungen und wiederholt Venenentzündungen bis zur Entwicklung eines Geschwürs meist am Unterschenkel (venöses Ulcus). Diese Geschwüre können immer wieder aufbrechen und an Größe zunehmen, sodass eine Behandlung eines Tages nicht mehr erfolgreich durchgeführt werden kann.

Allgemeine Informationen

In den Venen werden jeden Tag fast 6000 Liter Blut wiederkehrend zurück zum Herzen transportiert. Der Rückfluss erfolgt über 2 verschiedene Venensysteme: ein inneres, tiefer liegendes, das von Muskeln umgeben ist, und ein oberflächliches, das unter der Haut verläuft.

 

In unserem Körper gibt es verschiedene Systeme, die dazu beitragen, dass das Blut aus den Beinen, also gegen die Schwerkraft, zurück zum Herzen fließen kann.

 

Venenklappen: Das sind kleine Ausstülpungen in den Venen, die regelmäßig angeordnet sind und wie Rücklaufventile wirken. Sie öffnen sich nur nach oben und gewährleisten so den Blutfluss in Richtung Herz. Ein Rückstrom des Blutes zurück zu den Füssen ist bei funktionierenden Klappen nicht möglich.

 

Muskelpumpe: Die Venen der Beine liegen zu einem großen Teil innerhalb der Muskulatur. Werden die Muskeln beim Gehen angespannt, so werden die Venen zusammengepresst. Das Blut wird in Richtung Herz gedrückt. Erschlafft die Muskulatur können sich die Venen wieder ausdehnen und neues Blut fließt nach. So wird der Blutstrom mit jedem Schritt weiter nach oben befördert.

 

Bewegung: Langes Sitzen oder Stehen sollten durch ein gewisses Maß an Bewegung ausgeglichen werden. Machen Sie im Laufe des Tages einfach mehr Fußgymnastik. Das rhythmische Zusammenziehen der Beinmuskulatur übt einen Druck auf die Venen aus, wodurch der Blutstrom leichter zurück zum Herzen befördert wird.

 

Warnsignale - bin ich betroffen?

Eines der ersten Warnsignale wie Schwellungen (Ödeme) der Beine besonders am Abend und nach langen Stehzeiten sollte daher unbedingt ernst genommen werden, selbst wenn die abendlichen Schwellungen über Nacht verschwinden. Oft begleiten Ödeme ein Gefühl der schweren Beine, Ziehen, oder einfach Schmerz mit und ohne Druckgefühl.

 

 

Was passiert ohne Behandlung?

Durch das Zurückfließen des Blutes bei kaputten Venenklappen und durch die später auftretenden chronischen Schwellungszustände kommt es zur Erweiterung der Beinvenen und damit zu Krampfadern und Besenreisern sowie eine Verhärtung des Bindegewebes und  manchmal zur bräunlichen Verfärbung der Haut (Dermatoliposklerose). Unbehandelt schädigen Krampfadern den Klappenapparat (Leitveneninsuffizienz), es kommt zum Rückfluß des Blutes zu den Knöcheln mit lebenslanger Schwellneigung. Zuletzt kann das Gewebswasser nicht mehr gespeichert werden und es entsteht ein offenes Bein(Ulcus cruris) als Ausdruck der stärksten chronisch venösen Insuffizienz. Weiters erhöht sich das Thromboserisiko

 

Jede Behandlung (operativ oder Verödung) zielt darauf ab Spätfolgen wie eine fixierte Schwellung (Leitveneninsuffizienz) und ein offenes Bein (Ulcus cruris) zu verhindern. Eine fachgerechte Behandlung bewirkt keine zusätzlichen Krampfadern wie dies oft fälschlich behauptet wird. Dieses Wieder-Auftreten (Rezidiv) kommt unabhängig davon vor und sollte ebenfalls behandelt werden.

 

Denn wenn eine Krampfadern-Behandlung zu neuen Gefäßbildungen führen würde könnte dies bei der arteriellen Durchblutungsstörung genutzt werden. Leider ist es aber nicht so. Überraschend ist, dass dies auch (weniger werdend) von manchen Ärzten behauptet wird.

 

 

 

Untersuchung

Durchführung: Vor jeder Venenbehandlung wird zur exakten Abklärung der Funktionalität des Klappenapparates mittels einer dem neuesten Stand der Technik entsprechender hochauflösender Ultraschall-Sonde eine Duplex-Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Diese Untersuchung ist nicht schmerzhaft und einfach anzuwenden, spezielle Vorbereitung Ihrerseits ist nicht erforderlich.

 

Diagnose und Therapie

Stammvarikose

In diesem Falle schließen die Venenklappen in Ihrer Leiste nicht mehr richtig und die Stammvene (Vena saphena magna oder parva) muss entfernt (gestrippt) oder mit Schaum verödet werden. Stadien gerecht erfolgt eine Stripping-OP in Allgemeinnarkose mittels herkömmlicher, schonender Operationstechnik. Alternativ kann ein Krampfader-Verschluss auch mit Laser oder Radio-Frequenz erzielt werden. Die am besten für Ihr Krankheitsbild geeignete Methode wird eingehend erörtert. Die Schaumverödeung wird in unserer Ordination angeboten.

 

Perforantes Insuffizienzen, Parvavarikose

Schließen die Venenklappen in der Leiste exakt, kann es zusätzlich vorkommen, dass einzelne Venenklappen am Oberschenkel bzw. in der Kniekehle (Parvavarikose) bzw. am Unterschenkel kaputt sind, was wiederum entweder einen stationären oder einen ambulanten Eingriff in unserer Ordination erforderlich machen kann. Dabei kommt es zu einer krankhaften Verbindung ausgelöst durch eine kaputte Verbindungsklappe der oberflächlichen Vene zum tiefer liegenden Venensystem.

 

Kann der Eingriff ambulant vorgenommen werden, wird in Lokalanästhesie (Vereisung) die Haut minimal geöffnet und die oberflächliche Krampfader zum tiefer liegenden Venensystem abgebunden. Man nennt dies Ligatur. Eine anschließende Sklerosierung komplettiert den Erfolg.

Alternativ kann auch eine Schaumverödung durchgeführt werden.

 

Retikulär- oder Seitenastvarikose: 

Im Anfangstadium der Venenerkrankung, wenn also nur kleinere Karmpfadern mit kaputten Klappen vorliegen, wird durch eine vom erfahrenen Arzt künstlich erzeugte Venenentzündung, Verödung bzw. Sklerosierung genannt, die kranke Vene mittels Injizieren eines Verödungsmittels zerstört. Die Gefäßwände verkleben und werden resorbiert.

 

Dieser Vorgang kann als knotige Verhärtung druckempfindlich spürbar sein: Daher kommt der Name Sklerosierung für Verödung (skleros heißt im Griechischen “hart” also hart machen der Krampfadern). Ihr Organismus wird diese harten Stelllen langsam aufsaugen und resorbieren. Darüber hinaus ist eine verödete Vene noch einige Zeit sichtbar, bis das in der Vene geronnene Blut aufgesaugt ist.

 

Die sich in letzter Zeit etablierte sogenannte Schaumsklerosierung wird ebenfalls in unserer Ordination durchgeführt. Dazu wird mittels feinster Nadel statt Flüssigkeit Schaum in die Vene injiziert, der sich exakt und rasch in der zu behandelnden Vene ausbreitet und zu einer kompletteren und gut steuerbaren Vernichtung der Krampfader führt.

 

Besenreiser sind ein kosmetisches Problem und treten oftmals in Verbindung mit Krampfadern auf, die als Blutlieferanten dienen. Sogenannte Nährvenen.  Um eine effiziente und nebenwirkungsfreie Entfernung dieser bläulich-rötlichen Gefäßveränderungen zu erzielen, wird in unserer Ordination die sich am neuesten Stand befindliche IPL-Lasertechnologie sowie Neodym-Yag Lasertherapie eingesetzt. Die Nährvenen werden verödet.

 

Zahlreiche Neuentwicklungen haben heute und in der Vergangenheit weltweit die Richtung der ästhetischen Lasermedizin maßgeblich bestimmt. Die IPL-Lasertechnologie sowie die Neodym-Yag Lasertherapie zählt schon seit Jahren zu den besten im Bereich der non-invasiven Behandlungen verschiedenster Hautveränderungen, ganz besonders bei Besenreiser.

 

Nach der Behandlung

Nach den oben angeführtenBehandlungsmethoden (Stripping-OP, Laser- oder Radiofrequenz Behandlung, Ligatur und/oder Schaumverödung von Krampfadern) können Sie mit Stützstrümpfen sofort aufstehen und sich frei bewegen. Bei ambulanten Eingriffen in der Ordination können Sie anschließend sofort nach Hause gehen. 

 

Nach einer Venenverödung sollte der Stützstrumpf ca. 3 Tage getragen werden (die erste Nacht und dann nur mehr am Tag). Nach einer Schaumverödung zirka 3 Wochen am Tag und ebenfalls nur in der ersten Nacht nach dem Eingriff.

 

Unmittelbar nach der Behandlung können sie die Ordination ohne Begleitperson verlassen, sie sollten sofort ca. 30 Minuten spazieren gehen. Das Auftragen einer Heparinsalbe (Vetren oder Ähnliches) 2 x tgl bewirkt einen schnelleren Heilungsverlauf bei Blutergüssen. Langes Stehen und Sitzen sowie Sauna- und Solariumbesuche sollten bis zum Zeitpunkt der Kontrolluntersuchung nach 3 Wochen vermieden werden.

 

Nach einer Besenreiser-Laserbehandlung sollten Sie so wie vor der Behandlung 8 Wochen kein Solarium besuchen und eine direkte Sonnenbestrahlung der zu behandelnden Regionen vermeiden.

 

 

 

 

Kosten

Stationäre bzw. ambulante Venenoperationen sowie die Verödung von Krampfadern werden von der Krankenkasse zur Gänze übernommen. Nur eine Besenreiserbehandlung betrachtet die Krankenkasse als kosmetische Behandlung und wird in unserer Ordination um € 95.- pro Behandlung für beide Beine angeboten.

 

 

WEITERE TIPPS & HINWEISE

Vorbeugung und richtige Nachbehandlung sind gerade bei der Entfernung von Krampfadern von hoher Bedeutung. 

 

NACHBEHANDLUNG

Hier finden Sie wichtige Hinweise für die Zeit nach der Behandlung: 

Ordinationszeiten
Mo, Di, Do, Fr: 8 - 12 Uhr
Do: 16 - 18 Uhr

  • Facebook Social Icon

Ordination Dr. Svehla

Ringstraße 59, 3500 Krems | ordination@svehla.at | 02732 82 851

Impressum